Inklusion ist möglich in Brandenburg

Bilder der Trebnitzer Werkstätten zur Inklusion in Schule und Zivilgesellschaft

Wilfried W. Steinert hält heute den Abendvortrag in der Trebnitzer Inklusionswerkstatt. „Inklusion ist möglich – jetzt“. Wer ihn hören will, ist herzlich eingeladen, 19:30 Uhr.

Wir haben den Bildungsexperten eingeladen, weil er folgendes geschafft hat:

„Früher sagte man zu Kindern wie Maria: Du Mongo. Mongoloide, so hieß es, sind behindert, verrückt, nicht ganz dicht. Dass man mit einem Downsyndromkind zusammen hätte lernen können – undenkbar. Damals.

In der Waldhofschule in Templin sagt niemand Mongo. Keines der Kinder, die hier zur Schule gehen, käme auf die Idee, Maria als verrückt zu bezeichnen. Nicht normal zu sein, ist hier ganz normal. Alles ist anders.“

Der Mann, der das geschafft hat, ist Wilfried Steinert. Portrait Wilfried W. Steinert taz

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Auch Downies wollen Liebe

Am Sonntagabend, leider sehr spät, läuft der wunderbare spanische Film: „Wer will schon normal sein?“ Was auf den ersten Blick wie eine rhetorische Figur zur Relativierung von normal/besonders erscheint, entpuppt sich beim 95 minütigen Hinsehen als eine zärtliche Liebesgeschichte zwischen dem Down-Mann Daniel und der bedürftigen Laura. Behinderte können lieben, und auch sie haben das Bedürfnis nach Sex. Der besondere Held des Films von 2009 hat auch im realen Leben etwas besonderes geschafft: Er ist der erste Europäer mit Down-Syndrom, der einen Hochschuleabschluss errungen hat. Anschauen