Gehörlose ausgesperrt

In Augsburg passiert gerade das, was nach den Regeln der Behindertenrechtskonvention eigentlich nicht mehr passieren dürfte.  Zwei gehörlose Mädchen wollen gerne in eine Regelschule gehen. Aber der Bezirk Schwaben weigert sich nach Auskunft der Eltern und Recherchen der Augsburger Allgemeinen, die Schulhelfer für Vanessa und Melissa zu bezahlen. Der  Fall zeigt, wie scharf die Klippe ist, an der die Bundesrepublik steht.

In Augsburg stehen sich die Vertreter des alten und neuen Integrierens gegenüber: Bezirk, Gerichte und das Förderzentrum lehnen die Integration der Kinder in die Regelschule ab; Aktivisten, die Eltern und der Behindertenbeauftragte, ja selbst die Regierung Bayerns befürworten die Inklusion der Mädchen in die Regelschule. (mehr auf dem Blog meinaugenschmaus)

Das Spannende an dem Fall ist unter anderem, dass der Leiter eines Förderzentrums für Hörgeschädigte das Gutachten dafür schrieb, ob Vanessa und Melissa normalem Unterricht folgen könnten. Er kommt nach Angaben der Zeitung zu dem Schluss: Nein – die Kinder würden besser in einem Förderzentrum gefördert, das bedeutet: in seinem. (cif)

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